WELT IM OHR Bildung Forschung Entwicklung

Reise und Raum

Eine Nachlese zur 21. Franz Werfel-Tagung und die Frage was Literaturwissenschafterinnen und -wissenschafter aus fernen und nahen Ländern veranlasst, sich mit österreichischer Literatur zu befassen.




Vom 26.-27. April 2013 fand in Wien die nunmehr „21. Tagung der Franz-Werfel Stipendiat/innen in der Nachbetreuung“ statt. Jedes Jahr treffen auf dieser internationalen Tagung Absolvent/innen dieses Stipendiums aus verschiedensten Teilen der Welt zusammen, um zwei Tage lang ihre Forschungsergebnisse vor einem interessierten Publikum vorzustellen und damit ein lebendiges Alumni-Netzwerk aufrecht zu erhalten. Als zusätzlicher Programmpunkt fand auch diesmal wieder die Wendelin Schmidt-Dengler-Lesung statt, benannt nach dem 2008 verstorbenen österreichischen Literaturwissenschafter, der diesen Forschungsbereich entscheidend mitgeprägt hat.

Das Franz-Werfel Stipendium bietet jungen Germanist/innen aus aller Welt, die an Universitäten lehren und sich besonders mit österreichischer Literatur befassen, die Möglichkeit, bis zu 18 Monate in Österreich zu forschen. Das Besondere daran, ab einer Stipendiendauer von 12 Monaten kann man in die Nachbetreuung aufgenommen werden und bis zu 18 Jahre in diesem lebendigen Netzwerk bleiben.

Der Titel der diesjährigen Tagung lautete „Reise und Raum. Ortsbestimmungen der österreichischen Literatur“. Die Vorträge umfassten nahe und ferne Reisen, die Kunst zu Hause zu bleiben sowie das Bild des Fremden ebenso wie die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität auf diesen Reisen.
Gäste in dieser Sendung sind Bálint István Kovács, Werfel-Stipendiat aus Ungarn, Yuuki Kazaoka, Literaturwissenschafter und Monbukagakusho-Stipendiat aus Japan und Konstanze Fliedl, Literaturwissenschafterin und wissenschaftliche Leiterin des Franz-Werfel Stipendiums an der Universität Wien.
Sie diskutieren über die Tagung und Lesung, darüber was es bedeutet als Stipendiat und Literaturwissenschafter in Österreich zu forschen, was die österreichische Literatur auch außerhalb der Grenzen Österreichs und Europas zu etwas Besonderem macht, und nicht zuletzt über ihre eigenen Erfahrungen mit Reisen und Räumen.

Gestaltung und Moderation: Doris Bauer
Gäste: Univ.-Prof. Dr. Konstanze Fliedl, Yuuki Kazaoka MA, Mag. Bálint István Kovács
Musik: George Woods - Lucky One, Hiroumi - Kokoro no furyoku, Silvia O & Alex Beroza - Te Amaré, Distemper - Gorod
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Präsentation des Projektes 'Face to Face'

Ein Projekt zur Förderung von Integration durch Begegnung und interkulturellen Dialog




Integration und Migration sind zentrale Themen der Sozial-, Wirtschafts,- Bildungs-, Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik. Wie auch der österreichische Integrationsfonds betont, sind Fragen von Integration und Migration in vielen Bereichen der österreichischen Gesellschaft als Querschnittsmaterie von besonderer Relevanz und ein breiter Zugang zu Integration und Migration ist notwendig. Integration bedeutet auch ein 'auf einander zu gehen' und 'von einander lernen', es betrifft beide Seiten, sowohl die Menschen mit Migrationshintergrund als auch die 'alteingesessenen' Österreicher und Österreicherinnen. Im Projekt 'Face to Face' des Afro-Asiatischen Instituts wird nun diese Begegnung gefördert und ermöglicht. Denn Begegnung verändert und bereichert Menschen, hilft Ängste zu reflektieren und Vorurteile abzubauen.

In der Radiosendung wird die Idee von 'Face to Face' von der Projektbetreuerin Monika Karácsony genauer vorgestellt und Lili Goleva und Christophe Adjassoho, die beide im Rahmen des Projekts als ReferentInnen tätig sind, sprechen über ihre praktischen Erfahrungen.

Gestaltung und Moderation: Elke Stinnig
Gäste: Mónika Karácsony (AAI-Wien, Projektbetreuerin 'Face to Face'), Lili Goleva und Christophe Adjassoho (Referent/innen im Rahmen von 'Face to Face')
Musik: David Löhstana - Demain je change de vie, Saacre - Lebg`nwaka, Castigroove – Cabylio, Blanche Neige Bazaar Orchestra - Orient Express, Crash, Axial - Papadambalah (Jamendo)
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Präsentation der KEF-Filmtage 2013

Stadt.Land.Flucht.



Die Kommission für Entwicklungsforschung (KEF) fördert entwicklungsrelevante wissenschaftliche Projekte zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen in Österreich und in Less und Least Developed Countries. Mit den Filmtagen "Wissen.Schafft.Entwicklung." macht die KEF aktuelle Forschungsarbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und verständlich. Die zweiten Filmtage mit dem Thema "Stadt.Land.Flucht." - welche von 18. bis 21. April, im Admiralkino in Wien organisiert werden, richten ihr Augenmerk auf die Urbanisierung, die Migrationsbewegungen vom Land in die Großstädte und die Herausforderungen Megacity und "gated communities."

Laut einer Prognose der UN werden im Jahre 2015 weltweit ca. 630 Millionen Menschen in Megastädten (laut UNO-Definition, Städte ab 10 Millionen EinwohnerInnen) leben, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Armut, Hunger, Konflikte und die Auswirkungen des Klimawandels treiben die Menschen vom Land in die Megastädte. Als wirtschaftlicher, politischer und kultureller Knotenpunkt sind die Metropolen meist Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch die Hoffnung, in den urbanen Zentren der Entwicklungsländer bessere Arbeitsmöglichkeiten, Zugang zu mehr Bildung, Kultur sowie einem moderneren Gesundheitswesen zu finden, erlischt schnell. Um ihr Leben zwischen Slums, Hitze, Müll, Verkehrschaos und unzureichender Wasser- und Stromversorgung in den Megastädten zu meistern, entwickeln die EinwohnerInnen oft andere Methoden und Strategien als jene der örtlichen Stadtverwaltung.

Mit Spiel- und Dokumentarfilmen, interessanten Vortragenden, FilmemacherInnen und KünstlerInnen wird das Augenmerk auf die Urbanisierung, die Migrationsbewegungen vom Land in die Großstädte und der Siedlungspolitik in den Palästinensischen Gebieten gerichtet. Es werden ein KEF-Projekt aus Mumbai und ein APPEAR-Projekt aus den Palästinensischen Gebieten vorgestellt werden. Für einen musikalischen Beitrag sorgt Marwan Abado.

In der Radiosendung bringt Martin Stöbich - Projektbetreuer für die Filmtage und zuständig für die Filmauswahl - die Inhalte der Filmtage näher und gewährt einen Einblick in die Welt der Filmemacher. Die Kultur- und Sozialanthropologin Marie-France Chevron, Projektpartnerin in einem KEF-Projekt in Indien und Mitglied des APPEAR Auswahlgremiums, diskutiert die Themen der Filmtage aus wissenschaftlicher Sicht.

Gestaltung und Moderation: Nikoleta Nikisianli
Gäste: Mag. Martin Stöbich (Projektbetreuer der KEF-Filmtage) und Prof. Doz. Dr. Marie-France Chevron (Kultur- und Sozialanthropologin und Mitglied des APPEAR Selection Board)
Musik: Why - A little dream, Luxurious - India, Numydia – Elborj, La Olla Express - Tiempo, Babylon (Jamendo)
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Marwan Abado - Khalik (CD Raushana)

Ticketreservierung für die Filmtage: reservierung@admiralkino.at
Das Programm zu den Filmtagen finden Sie hier.

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'Ozean des Wissens'

Ein Beitrag im Rahmen des 30 jährigen Jubiläums der Kommission für Entwicklungsfragen (KEF)

Die Förderung transdisziplinärer Forschung über und für Entwicklung – insbesondere in afrikanischen Ländern –, die Betreuung von Wissenschaftsnetzwerken und die Darstellung wissenschaftlicher Inhalte innerhalb der Scientific Community und für eine interessierte Öffentlichkeit, das sind die wesentlichen Aufgaben der Kommission für Entwicklungsforschung kurz KEF, die vor 30 Jahren gegründet wurde.

Vor dem Hintergrund dieser Aufgabenbereiche werden grundsätzliche Fragen der Wissens-produktion und Wissensverteilung in der globalisierten Welt erörtert und wissenschaftliche, soziologische und sozialphilosophische Aspekte der Zusammenhänge zwischen „Wissen“ und „Entwicklung“ dargestellt.


Ein Überblick über die wissenschaftlichen Aktivitäten der KEF im Feld der Entwicklungsforschung mit Texten und Zitaten aus dem Reader „Wissen und Entwicklung“, der im Rahmen des 30 jährigen Bestehens erschienen ist, wird in dieser Radiosendung vorgestellt.

SprecherInnen: Maiada Hadaia, Andreas Obrecht, Pawel Kaminsky, Sendungsgestaltung: Maiada Hadaia

Publikationsinfo:Wissen und Entwicklung

Musik: Jamendo Revolution Void The Politics of Desire; Increase the Dosage

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Internationale Kooperationen in Bildung und Forschung in Österreich

- Strategie(n), Programme, Instrumente



Der internationale Austausch ist mehr denn je Voraussetzung für moderne Hochschulen, Spitzenforschung und Innovation. Digitale Medien und Vernetzung haben die Welt in den letzten Jahren zusammenrücken lassen und erleichtern internationale Kooperationen in Bildung, Wissenschaft und Forschung. Für die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Wissenschafts- und Forschungsstandortes ist es wichtig, den weiteren Ausbau der internationalen Beziehungen österreichischer Hochschulen und die Verstärkung der internationalen Mobilität der Studierenden voranzutreiben.
Programme wie das 7. Rahmenprogamm der EU unterstützen und fördern die europaweite Zusammenarbeit - konkret alle Arten von Forschungsmaßnahmen, die von unterschiedlichen Forschungsorganisationen in grenzüberschreitender Kooperation durchgeführt werden. Es wird aber auch über den europäischen Tellerrand geblickt und Netzwerke wie CAAST-Net, ERAfrica und New Indigo fördern die Kooperation mit außereuropäischen Partnerländern in Asien und Afrika.
Derzeit ist das Nachfolgeprogramm Horizon 2020 in Entwicklung, das ab 2014 für Europa die wichtigste Forschungs- und Innovationsinitiative und weltweit das größte grenzüberschreitende Forschungs- und Innovationsprogramm darstellen soll. Zusätzlich gibt es Aktionspläne für Makroregionen, wie die EU-Donauraumstrategie. Diese wurde 2010 auf Grund einer Initiative von Österreich und Rumänien ins Leben gerufen und soll durch Zusammenarbeit mit internationalen und grenzüberschreitenden Einrichtungen in der gesamten Region Synergien fördern.

Um die Internationalität und Vernetzung in der Wissenschaft in Österreich zu verstärken wurde 2011 das von der Nationalratsabgeordneten Katharina Cortolezis-Schlager initiierte und von der OeAD-GmbH umgesetzte Projekt "Wissenslandkarte" ins Leben gerufen. Die Wissenslandkarte hat sich ein Mapping der Internationalisierungsaktivitäten im österreichischen Hochschulsektor mit regionalen Schwerpunkten zum Ziel gesetzt und bildet in einer Online-Datenbank relevante internationale Kooperationen österreichischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen ab. Sie stellt damit Studierenden, Lehrenden und Forschenden aber auch staatlichen Institutionen wie Ministerien und österreichischen Vertretungseinrichtungen im Ausland und der Wirtschaft ein bisher in dieser Form nicht verfügbares Instrument rund um Mobilität und Internationalisierungsstrategien zur Verfügung.

Die Initiativen sind vielfältig - aber was bedeuten diese für Österreichs Forschungslandschaft sowie die Mobilität von Studierenden und Lehrenden und wie kann der Standort Österreich für internationalen Austausch attraktiv gemacht werden? Zu diesem Themenkomplex diskutieren Mag. Katharina Cortolezis-Schlager und Univ. Prof. Dr. Hubert Dürrstein in dieser Kef-Radiosendung im Rahmen der Sendereihe "Welt im Ohr Live".



Gestaltung und Moderation: Matthias Weissgram
Gäste: NRAbg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager und Univ. Prof. Dr. Hubert Dürrstein (Geschäftsführer der OeAD-GmbH)
Musik: Paul Perkins - Rialto, Satellite Beach, Starlight, Keepin On (Jamendo)
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ERAfrica Joint Call: Details (Der Call ist bis 15. April 2013 geöffnet.)

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