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Wem gehört der Müll? Wer verdient am Recycling?

Radiosendung vom 23.12.2016





















Müll belastet nicht nur die Umwelt und vergeudet kostbare Rohstoffe. Müll ist inzwischen auch Einkommensgrundlage: Für Start-Up Firmen der Recyclingindustrie, für hunderttausende Menschen in den Metropolen des globalen Südens, die zwischen Müllentsorgern und Müllverwertern soziale Kämpfe um ihre Rechte führen. Weniger Abfall produzieren, Müll umweltgerecht entsorgen, Wertstoffe zurückgewinnen: So lautet die Devise derer, die darum wissen, dass der wachsende Abfall aus Plastik, Elektroschrott und Haushalts- sowie Industriemüll neue Probleme schafft.

Gestaltung und Moderation: Martina und Anna, eine Sendungsübernahme vom Südnordfunk iz3W

Musik:Triplexity-Lucky Number Seven; Regis V. Gronoff-Underground in London; Magicblackeys-Mambo latino; Petite Viking-African Dream. Nachzuhören auf Jamendo, einer Community für freie, legale und unlimitierte Musik, die unter Creative Commons Lizenzen veröffentlicht wurde.

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Universitäre Entwicklungssoziologie und die Popularisierung des soziologischen Denkens

Radiosendung vom 09.12.2016


Die Soziologie ist eine junge Wissenschaft – nicht älter als 200 Jahre. Ursprünglich aus der Philosophie und der Sozialen Physik kommend, hat sie die „Gesellschaft“ als Gegenstand wissenschaftlicher Erkenntnissuche entdeckt. Im Zuge der weltweiten Dekolonialisierung ab der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts spielte die Soziologie eine maßgebliche Rolle im Entwicklungsdiskurs und damit in der analytischen Betrachtung der Verhältnisse zwischen Nord und Süd, zwischen armen und reichen Ländern.

Klaus Zapotoczky war langjähriger Ordinarius der Abteilung für Politische Soziologie und Entwicklungsforschung an der Johannes Kepler Universität Linz. Claudia Pass – die ebenfalls an der Uni Linz Soziologie studiert hat – steht dem Berufsverband der Soziologinnen und Soziologen Österreichs vor und ist Mitherausgeberin der Zeitschrift „Soziologie heute“, die soziologisches Denken über Mensch und Gesellschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen will. Klaus Zapotoczky und Claudia Pass sind zu Gast bei Andreas Obrecht und diskutieren über die gesellschaftliche Relevanz der Soziologie gestern und heute – insbesondere auch in vergangenen und gegenwärtigen Entwicklungskontexten.

Gestaltung und Moderation: Andreas Obrecht (Verantwortlich für den Sendungsinhalt)
Gäste:
Univ.-Prof. em. Dr. Klaus Zapotoczky, ehemaliger Ordinarius an der Abteilung für Politische Soziologie und Entwicklungsforschung an der Johannes Kepler Universität Linz, Mitglied des Kuratoriums der Kommission für Entwicklungsforschung (KEF) bei der OeAD GmbH
Mag. Dr. Claudia Pass, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Soziologinnen und Soziologen Österreichs und Mitherausgeberin der Zeitschrift „Soziologie heute

Aktuelles Buch: Klaus Zapotoczky (2016): Wechselwirkungen zwischen Mensch und Gesellschaft, Trauner Verlag Linz, ISBN: 978-3-99033-244-3

Musik: Kingstone - Chicago, Reno Project - Little Cookie, Professor Kliq - Wire & Flashing Lights, Kara Square and Piero Peluche - Just a Glass. Nachzuhören auf Jamendo, einer Community für freie, legale und unlimitierte Musik, die unter Creative Commons Lizenzen veröffentlicht wurde.

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Film als Kunst- und Kulturform: Entwicklung zwischen Eurozentrismus, Exotisierung und Engagement

Radiosendung vom 25.11.2016

























Im Rahmen der Filmtage „Wissen.Schafft.Entwicklung.“, die heuer in Kooperation mit dem
VIII. Mittelamerikanischem Filmfestival und dem this human world - Festival stattfinden, werden Dokumentationen gezeigt, die sich mit der Abholzung der Regenwälder, indigenem Widerstand, der in diesem Jahr ermordeten Umweltaktivistin Berta Caceres aus Honduras, dem Völkermord in Ruanda und den restriktiven Gesetzen für LGBTIQ Personen in Uganda beschäftigen.

Im Fokus dieser Sendung steht, neben den preisgekrönten Dokumentationen engagierter Filmemacher/innen und entwicklungsrelevanten Forschungsergebnissen, die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur als intellektuelle und transkulturelle Begegnungsräume im Spannungsfeld zwischen Eurozentrismus, Exotisierung und Engagement.

Mit den Veranstalter/innen der renommierten Filmfestivals gehen wir den Fragen nach ob und inwieweit Film als Kunst- und Kulturform Entwicklung beeinflussen kann und wie sich Akteur/innen in diesem Spannungsfeld bewegen.

Mittels der Filmtage machen die Kommission für Entwicklungsforschung und das Hochschulkooperationsprogramm der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (KEF/APPEAR) entwicklungspolitische Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Nach den gezeigten Dokumentationen diskutieren renommierte Wissenschaftler/innen und KEF/APPEAR Projektpartner/innen über ihre Erfahrungen in den Regionen Mittelamerika und Ostafrika, und berichten über ihre Forschungsergebnisse zu den Themen Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung, auch aus Sicht der dort lebenden Bevölkerung.

Das offizielle Programm finden Sie hier und auf den Webseiten von KEF und APPEAR.

Gestaltung und Moderation: Maiada Hadaia (Verantwortlich für den Sendungsinhalt)
Gäste: Djamila Grandits, Leitung this human world - Festival
Dr. Enrique Bedoya, Leitung Mittelamerikanisches Filmfestival
Mag.a Anico Herbst, Programmkoordinatorin Mittelamerikanisches Filmfestival

Musik: Migala-Pietre; Xauen la banda del mono Titi-Miro al cielo tada via; Petite Viking-African dream. Nachzuhören auf Jamendo, einer Community für freie, legale und unlimitierte Musik, die unter Creative Commons Lizenzen veröffentlicht wurde.

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UN-Jahr der Hülsenfrüchte 2016 – die eierlegende Wollmilchsau?

Radiosendung vom 11.11.2016




2016 wurde von den Vereinten Nationen als das internationale Jahr der Hülsenfrüchte ausgerufen. Die FAO – die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen – hat es sich zum Ziel gesetzt, einer breiten Öffentlichkeit die Vorteile der Hülsenfrüchte als Proteinquelle zu vermitteln, deren Anbau, Produktion und Verbreitung nicht nur der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit zugutekommt, sondern auch eine Reihe gesundheitlicher Vorteile für die Endverbraucher/innen mit sich bringt.

2016 ist aber auch das Jahr, wo es so viele Hungernde auf der Welt wie nie zuvor gibt. Nicht nur, aber besonders in Ländern des globalen Südens ist das ein massives Problem. Der Begriff Ernährungssicherung umfasst jedoch weit mehr als nur die Verfügbarkeit und den Zugang zu Nahrung. In dieser Sendung wollen wir uns mit Ernährung in Ihren unterschiedlichen Facetten befassen. Ist Hunger oder Mangelernährung immer ein Problem von Armut und fehlender Nahrung generell? Welche ethischen Aspekte spielen in der Welternährung eine Rolle? Was braucht der Mensch wirklich, können Hülsenfrüchte die hohen Erwartungen erfüllen – handelt es sich bei ihnen um die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau? Und welche Rolle in alledem spielt die Lebensmittelindustrie?

Gestaltung und Moderation: Doris Bauer (Verantwortlich für den Sendungsinhalt)
Im Interview:
Dr. Friederike Bellin-Sesay, Ernährungswissenschafterin, Universität Gießen und Universität Wien
Gäste:
Mag. Erwin Lengauer, Bioethiker, Koordinator des Projekts „Interdisziplinäre Ernährungsethik“ der Universität Wien
Mag. Brigitte Reisenberger, Geschäftsführerin von FIAN Österreich

Musik: Captain AdHoc & The Spradic Sinners - The Monkey Kingdom. Nachzuhören auf Jamendo, einer Community für freie, legale und unlimitierte Musik, die unter Creative Commons Lizenzen veröffentlicht wurde.

Die Beiträge des Poetry Slams wurden vom Veranstalter C3 - Centrum für internationale Entwicklung zur Verfügung gestellt. Zu hören sind Markus Köhle, Lisa Lehner, Janea Hansen und Mieze Medusa.

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Connecting the World? Zugang, Gendergap und Chancen in „ICT4SDG“

Radiosendung vom 28.10.2016








































Der Euphorie und den Potenzialen einer vernetzten Welt steht die digitale Kluft im Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien für nachhaltige Entwicklung (ICT4SDG) nicht nur in Zahlen gegenüber: Laut einer aktuellen Statistik der internationalen Fernmeldeunion (ITU) ist, nicht überraschend, der Großteil der Nutzer/innen in industrialisierten Ländern. Für fast 60 Prozent der Weltbevölkerung ist der Zugang gar nicht oder nur eingeschränkt gegeben. Diese Ungleichheit trifft insbesondere Frauen, denn die Nutzung von Technologien, spielt sich immer vor dem Hintergrund sozialer Prozesse und Machtverhältnisse ab. Frauen haben weltweit weniger Möglichkeiten das Internet und seine Technologien zu nutzen und in den sogenannten Entwicklungsländern macht die stärkere Abhängigkeit der Frauen von Männern auf unterschiedlichen Ebenen, eine Überwindung der Kluft weit schwieriger. Welche Ursachen stehen hinter diesen Diskrepanzen und welche Chancen und Risiken verbergen sich hinter dem Ziel, die Welt zu digitalisieren?
Anhand von Beispielen aus dem neuen APPEAR Projekt SCARA (Strengthening Capacities for Agricultural Education, Research and Adoption in Kenya) und aus der Praxis einer Expertin für Nachhaltigkeit wird in dieser Sendung versucht, diese und andere Fragen zu erörtern.

Gestaltung und Moderation: Maiada Hadaia (Verantwortlich für den Sendungsinhalt)
Gäste:
Dipl.-Ing.in Dr.in Bente Knoll, Geschäftsführerin und Gesellschafterin, Büro für nachhaltige Kompetenz , Lektorin
Dipl.-Ing. Dr. Dominik Ruffeis, Universität für Bodenkultur
(Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)
, SCARA APPEAR Projektkoordinator (Österreich)
Dipl.-Ing.in Alexandra Strauss-Sieberth, Universität für Bodenkultur Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, SCARA APPEAR Projektmitarbeiterin

Musik:Xauen,la banda del mono Titi Miro al cielo Todavia; JAY MARTINEZ Mar y Cadiz; TIQUIPLAS ASUMELO; Matti Paalanen Bossa nova loop. Nachzuhören auf Jamendo, einer Community für freie, legale und unlimitierte Musik, die unter Creative Commons Lizenzen veröffentlicht wurde.

Hören, lesen, verstehen - Radio, das weiter geht (in Kürze verfügbar)

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